Hamburgs Lutheraner behandeln die Calvinisten sauschlecht!

Ich wüsste auf Anhieb kein Geschichtswerk zu nennen, in dem einigermaßen vollständig alle Ereignisse von der Gründung Hamburgs bis zur Gegenwart der Freien und Hansestadt beschrieben wären. Der Roman SPIELMANNS FLUCH, am 15. Juli 2015 im HUSUM VERLAG erschienen,  bot Gelegenheit, an einige Aufreger zu erinnern.

Hierhin gehört die dramatische Flucht des kurz zuvor zum König von Böhmen gewählten Calvinisten Friedrichs von Böhmen, des sog. Winterkönigs, und seiner ganzen Familie nach Norden über das Eis der Elbe nach Hamburg, wo er am 14. Februar 1621 anlangte. Wie mag sich der Hamburgreisende gefühlt haben, zuvor noch König und Anführer der Protestantischen Union, gerade in diesen Tagen durch den Kaiser in die Reichsacht getan, verfolgt und beinahe zu Tode gehetzt durch die Schergen der Katholischen Liga! Welche Ängste standen  die Ratsherren und Bürgermeister unserer Stadt aus, beim Kaiser wegen der Gewährung von Unterkunft für einen   Reichsflüchtling calvinistischen Glaubens in Ungnade zu fallen! Friedrich muss sich vor Wut auf die Lippen gebissen haben, als er mit ansehen musste, wie sauschlecht seine Glaubensbrüder  – immerhin doch auch Protestanten! – durch die Lutheraner in Hamburg behandelt wurden – weit schlechter jedenfalls als die Katholiken!

Wir werden an dieser Stelle die Interessenten für historische Kost demnächst mit weiteren Eröffnungen zu religiös  bemäntelten Untaten anfüttern. Mehr finden sie in dem Historischen Roman SPIELMANNS FLUCH – ISBN. 978-3-89876-801-6